Informationen zu Fillern
Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick in die derzeitigen Verfahren zur Verbesserung des Hautbildes geben.
Nichtchirurgische Verfahren stehen immer mehr im Vordergrund der ästhetischen Medizin - sie sind sanfter, auch wenn sie ein Facelifting nicht ersetzen können.
Ein kompetenter Arzt sollte bei der Beratung für jeden Patienten die individuell beste Lösung finden.
Filler
Ein Hautfiller ist eine Substanz, die unter die Falte gespritzt wird, um diese von innen heraus aufzupolstern.
In den letzten Jahren hat es einen Boom von zahlreichen Füllmaterialien gegeben - Filler sind die Renner in der ästhetischen Medizin.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen temporären und permanenten Fillern:
- permanente (dauerhafte) Filler: bekannte Produkte sind u.a. Artefill, Dermalife, Aquamid
- temporäre Filler: heute wird als Grundlage dafür fast nur noch Hyaluronsäure verwendet.
Auffüllung mit Hyaluronsäure
Temporäre Filler bauen sich innerhalb einer bestimmte Zeit wieder ab - das bedeutet, dass man immer wieder nachspritzen muss, um das gewünschte Ergebnis zu behalten.
Die Grundsubstanz der Filler ist Hyaluronsäure. Hyaluronsäure ist ein Glykosaminoglykan und stellt einen wichtigen Bestandteil des Bindegewebes dar. Diese Substanz ist so verträglich, dass im Gegensatz zu früheren Produkten, die tierisches oder menschliches Kollagen verwendeten, kein Allergietest gemacht werden muss.
Hyaluronsäure liegt in verschiedenen Anwendungsformen vor - je nach dem, welche Form von Hautdefekten ausgefüllt werden soll.
Bei kleineren Falten ( Marionettenfalten, Krähenfüsse, Augenfältchen)ist es dünnflüssiger, bei tieferen Defekten ( Nasolabialfalten, Zornesfalten, eingesunkene Narben) ist es dickflüssiger.
Eine weitere Möglichkeit ist die Unterspritzung mit Eigenfett. Dieses Verfahren ist wesentlich aufwändiger, da das Eigenfett zunächst im Rahmen einer Fettabsaugung chirurgisch "gewonnen" und dann sorgfältig aufbereitet werden muss. Leider baut sich das Eigenfett auch wieder ab.
Permanente Filler
Permamente ( dauerhafte) Filler - wenn sie erst einmal in die Haut gespritzt wurden - bleiben dort dauerhaft. Der Vorteil liegt auf der Hand: man muss nicht mehr nachbehandeln.
Aber, mit dem Vorteil sind auch einige Risiken verbunden. Die eingespritzten Materialien führen eher zu Hautreaktionen wie Knötchenbildung oder unebener Haut, es können auch schmerzhafte Schwellungen enstehen.
Langfristig ist zu beachten, dass ein dauerhafter Filler die allgemeine Hautalterung und die damit verbundene Hauterschlaffung nicht mitmacht. Das kann später zu einem nicht mehr natürlichen Aussehen führen.


